Themenführung 75 Jahre Kriegsende

Themenführung anlässlich
75 Jahre Befreiung von Ausschwitz und Ende des Zweiten Weltkriegs :

Ich führe Sie durch die neuere Geschichte von Florenz zum Thema Faschismus, Besetzung Italiens durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg, Verfolgung der Juden, Kampf der Partisanen und die Befreiung durch die Alliierten.

Wo sind die Schäden und historischen Wunden in der Stadt noch zu sehen?

Wir besprechen vor Ort das wechselhafte Verhältnis Mussolini – Hitler. Wo ist der Unterschied zwischen Faschismus und Nationalsozialismus?
Ich erzähle vom Leben der jüdischen Gemeinde in Florenz vom Mittelalter bis heute und wir wandeln gemeinsam auf deren historischen Spuren durch die Stadt.

Vor allem beleuchten wir die Geschehnisse von 1933-45, werfen aber auch einen analytischen Blick auf Voraussetzungen und Folgen.

Und wie sieht es heute in Italien aus? wir erörtern Religionsfreiheit, Rassismus und Schuldbewusstsein im Europäischen Vergleich.

Honorar: 3 Stunden Themenführung ab € 200,- zzgl. event. NK
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Oder sicken Sie mir einfach eine persönliche Email an:
Sandberger@kunstfuehrung.de

Verse von Primo Levi,
italienischer Chemiker und Schriftsteller,
Partisan und Ausschwitz Überlebender:

Voi che vivete sicuri nelle vostre tiepide case,
voi che trovate tornando a sera il cibo caldo e i visi amici:
considerate se questo è un uomo,
che lavora nel fango,
che non conosce pace,
che lotta per mezzo pane,
che muore per un sì o per un no.

Considerate se questa è una donna,
senza capelli e senza nome,
senza più forza di ricordare,
vuoti gli occhi e freddo il grembo
come una rana d’inverno.

Meditate che questo è stato:
vi comando queste parole.
Scolpitele nel vostro cuore,
stando in casa andando per via,
coricandovi alzandovi;
ripetetele ai vostri figli.

O vi si sfaccia la casa,
la malattia vi impedisca
i vostri nati torcano il viso da voi.

Freie Übersetzung der Autorin:

Ihr, die Ihr sicher lebt in Euren lauwarmen Häusern,
Ihr, die Ihr abends zuhause warmes Essen und freundliche Gesichter vorfindet:
Überlegt, ob das ein Mann ist,
der im Schlamm arbeitet,
der keinen Frieden kennt,
der für ein halbes Brot kämpft,
der wegen einem Ja oder einem Nein stirbt.

Überlegt, ob das eine Frau ist,
ohne Haare und ohne Namen,
ohne die Kraft zu erinnern,
die Augen leer und der Schoss kalt,
wie ein Frosch im Winter.

Denkt daran, das es so gewesen ist:
ich gebiete Euch diese Worte.
Meißelt sie in Euer Herz,
wenn ihr zuhause seid oder auf der Straße geht,
wenn ihr Euch hin legt, auf steht;
wiederholt sie Euren Kindern.

Oder es möge Euer Haus einstürzen,
Krankheit Euch behindern,
Eure Nachgeborenen das Gesicht von Euch abwenden.